Yoga und die 7 Chakren
- Chiara
- 5. Dez. 2025
- 5 Min. Lesezeit

Schon die ersten Yogapraktizierenden hatten in längst vergangenen Zeiten, ohne die wissenschaftlichen Erkenntnisse, über die wir heute verfügen, eine tiefgreifende Wahrheit erkannt: Körper, Geist und Seele sind keine getrennten Einheiten, sondern miteinander verbundene Teile eines einzigen Systems. Auf diesem Prinzip basiert die jahrtausendealte Praxis des Yoga, die in bestimmten „Energiepunkten” – den Chakren – grundlegende Zentren identifiziert, an denen gearbeitet werden muss, um Harmonie und Wohlbefinden im Organismus wiederherzustellen.
Aber was genau sind Chakren? Was bedeutet es, sie zu „aktivieren”? Und vor allem, warum blockieren sie manchmal und beeinträchtigen unser körperliches und emotionales Gleichgewicht?
In diesem Artikel werden wir versuchen, diese Konzepte zu klären, indem wir die Bedeutung der Chakren, die Gründe für ihre Funktionsstörungen und die in der Yogatradition am häufigsten verwendeten Methoden zur Wiederherstellung des Energieflusses untersuchen. Eine Reise zwischen altem Wissen und neuen Erkenntnissen, um die transformative Kraft zu entdecken, die jeder von uns in sich trägt.
Chakren: Die Energiezentren des Körpers zwischen Wissenschaft und Spiritualität
Das Wort Chakra stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Rad“ oder „Wirbel“. Ein Begriff, der sofort die Vorstellung von Bewegung und Energie in ständiger Zirkulation hervorruft – und genau diese Rolle spielen die Chakren nach der yogischen Tradition: Energiezentren des menschlichen Körpers, in denen die Lebensenergie fließt, sich konzentriert... oder blockiert wird.
Nach der alten Yoga-Philosophie wird der menschliche Körper von Tausenden von Chakren durchzogen. Aber es gibt sieben, die als grundlegend angesehen werden. Jedem von ihnen entspricht eine Farbe, ein Symbol, ein Organ, ein Stein und vor allem eine emotionale und spirituelle Sphäre.
Aber es gibt noch mehr: Jedes Chakra ist auch mit einer Drüse des endokrinen Systems verbunden, die für die Hormonproduktion und die Aufrechterhaltung des physiologischen Gleichgewichts verantwortlich ist. Ein harmonisches Chakra ist also nicht nur eine Frage der inneren Energie: Es hat auch spürbare Auswirkungen auf den physischen Körper.
Obwohl ihre Wurzeln in den spirituellen Praktiken des alten Indiens liegen, sind Chakren nicht ausschließlich einer Kultur oder Religion vorbehalten. Immer mehr Menschen, auch im Westen, nähern sich diesen Konzepten, um ein größeres Bewusstsein für sich selbst und ihr psychisches und physisches Wohlbefinden zu entwickeln.
Aber warum sind die Chakren im Yoga so zentral? Weil die Arbeit an ihnen bedeutet, gleichzeitig auf drei Ebenen zu wirken: körperlich, emotional und spirituell. Ein umfassender Weg, der denjenigen, der ihn beschreitet, zu einem tieferen und dauerhaften Gleichgewicht führt. Eine echte Reise ins eigene Innere, um die Energie zu entdecken, die in uns wohnt.
Jenseits des Sichtbaren: Der Energiekörper nach dem Yoga
Nach der alten Philosophie des Yoga ist das, was wir im Spiegel sehen, nur ein Teil dessen, was wir wirklich sind. Neben dem physischen Körper gibt es nämlich eine zweite Ebene des Seins: den energetischen Körper, unsichtbar, aber grundlegend, gespeist von Prana, der Lebensenergie. Es ist dieser subtile und ungreifbare Fluss, der der Tradition zufolge nicht nur die Körperfunktionen, sondern auch die geistigen und spirituellen Funktionen reguliert.
Prana fließt durch ein dichtes Netz von Energiekanälen, den sogenannten Nadis, die im gesamten Körper vorhanden sind. Es gibt Tausende davon, aber drei spielen eine zentrale Rolle: Sushumna, Ida und Pingala.
Sushumna ist die Haupt-Nadi, die sich entlang der Wirbelsäule von der Basis bis zum Scheitelpunkt des Kopfes erstreckt.
Ida und Pingala folgen hingegen einem spiralförmigen Verlauf und kreuzen sich entlang der Wirbelsäule an wichtigen Punkten: den Chakren.
Letztere sind wahre Energiewirbel, Verbindungszentren zwischen Körper, Geist und Seele. Aber warum sind sie in der Yogapraxis so wichtig?
Eines der Hauptziele des Yoga ist es, die latente Energie an der Basis der Wirbelsäule – bekannt als Kundalini – zu wecken und sie auf einem Weg der Reinigung und Bewusstwerdung durch die Chakren nach oben zu leiten. Wenn diese Energie die sieben Hauptchakren durchströmt, „erleuchtet” sie diese und bringt sie wieder ins Gleichgewicht. Das Ergebnis? Ein tiefes Gefühl des Wohlbefindens, der Klarheit und der inneren Harmonie.
Es handelt sich nicht nur um mystische Theorie: Immer mehr Praktizierende beschreiben konkrete und transformative Effekte im Zusammenhang mit der Arbeit an den Chakren und der Verbindung mit dem eigenen Energiekörper. Eine faszinierende Reise, die dazu einlädt, über das Sichtbare hinauszuschauen, hin zu dem, was uns wirklich belebt.
Wenn die Energie blockiert ist: Was passiert mit den Chakren im Ungleichgewicht?
In der Sprache des Yoga spricht man oft von blockierten Chakren, als würde eine Art unsichtbares Tor den freien Fluss der Lebensenergie im Körper behindern. Aber was bedeutet das eigentlich? Und vor allem: Was kann diese Blockade verursachen?
Die Antwort ist näher am Alltag, als man denkt. Energieblockaden sind nichts anderes als das Ergebnis von Ereignissen, Spannungen und Traumata – physischer oder emotionaler Art –, denen wir auf unserem Weg begegnen. Unvorhergesehene Situationen, Stress, Ängste, Trauerfälle, innere Konflikte: Alles, was uns tief erschüttert, kann den natürlichen Fluss des Prana, der Lebensenergie, die durch die Chakren fließt, unterbrechen.
Wenn dies geschieht, können die sieben Hauptenergiezentren auf zwei Arten reagieren:
mit einem Energiemangel, wodurch sie schwach oder „verschlossen” werden;
mit einem Überschuss an Energie, was zu Hyperaktivität und Überlastung führt.
Beide Zustände führen zu einem Ungleichgewicht und können sich durch eindeutige Anzeichen äußern: Gefühl der Leere, körperliche Beschwerden, Antriebslosigkeit, geringes Selbstwertgefühl, kreative Blockaden, Beziehungs- oder spirituelle Probleme. Oft gehen sie mit Symptomen wie chronischem Stress, depressiven Zuständen, Angstzuständen, ständiger Furcht oder Schwierigkeiten einher, sich anderen Menschen und Veränderungen zu öffnen.
Im Wesentlichen ist es so, dass wir, wenn die Chakren blockiert sind, dem Leben selbst Widerstand leisten. Wir verschließen uns, versteifen uns, bleiben in unseren Gewohnheiten und Ängsten stecken. Und genau hier kann Yoga – zusammen mit Meditations- und Atemübungen – einen Unterschied machen.
Durch bewusste Arbeit am Körper und an der Energie hilft uns Yoga, „Knoten zu lösen”, uns wieder mit uns selbst zu verbinden und einen Zustand authentischer Ausgeglichenheit wiederzufinden. Der erste und grundlegende Schritt ist jedoch ein innerer: Es geht darum, „Ja” zu sagen zur Heilung, zur Transformation, zur Möglichkeit, sich wohlzufühlen. Mit anderen Worten: Ja zum Leben zu sagen.
Wo befinden sich die 7 Hauptchakren?
Eine Reise durch den feinstofflichen Körper zwischen Energie, Emotionen und Heilung
Im Zentrum der yogischen Philosophie steht die Vorstellung, dass der menschliche Körper nicht nur eine physische Struktur ist, sondern auch ein komplexes Energiesystem. Im Zentrum dieses Systems befinden sich die Chakren, echte Energieknotenpunkte, die die Lebensenergie – Prana genannt – sammeln, umwandeln und im Körper und Geist verteilen.
Obwohl es Tausende davon gibt, unterscheiden traditionelle Lehren sieben Hauptchakren, die entlang der Wirbelsäule von der Basis bis zum Scheitelpunkt des Kopfes verteilt sind.
Diese Chakren sind nicht nur „symbolische Punkte”: Ihre Position beeinflusst die physiologischen Funktionen, den Kreislauf, das endokrine System und wirkt sich tiefgreifend auf die emotionale und mentale Ebene aus. Wenn die kosmische Energie harmonisch durch diese Zentren fließt, trägt sie zu einem Zustand des psychophysischen und spirituellen Gleichgewichts bei. Wenn sie jedoch blockiert ist, können Spannungen, Beschwerden und Unwohlsein auftreten.
Entdecken wir nun, wo sie sich befinden und was sie darstellen:
🟥 1. Muladhara (Wurzelchakra)📍
Position: am unteren Ende der Wirbelsäule, im Dammbereich🔗 Verbunden mit: Sicherheit, Überlebensinstinkt, Stabilität
🟧 2. Svadhisthana (Sakralchakra)📍
Position: knapp unterhalb des Bauchnabels, im Beckenbereich🔗 Verbunden mit: Kreativität, Emotionen, Sexualität
🟨 3. Manipura (Solarplexus-Chakra)📍
Position: zwischen Bauchnabel und Brustbein🔗 Verbunden mit: Willenskraft, Selbstwertgefühl, persönliche Kraft
🟩 4. Anahata (Herzchakra)📍 Position: Mitte der Brust🔗 Verbunden mit: Liebe, Mitgefühl, Empathie
🟦 5. Vishuddha (Halschakra)📍 Position: am Grund der Kehle🔗 Verbunden mit: Kommunikation, Ausdruck, Wahrheit
🟪 6. Ajna (Drittes Auge Chakra)📍 Position: zwischen den Augenbrauen🔗 Verbunden mit: Intuition, innerer Vision, Weisheit
⚪ 7. Sahasrara (Kronenchakra)📍 Position: Kopfspitze🔗 Verbunden mit: Bewusstsein, Spiritualität, Verbindung mit dem Göttlichen
💡 Zusammenfassung:
Die Chakren fungieren als „Energiezentren“, die das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele regulieren. Zu lernen, sie zu erkennen und mit ihnen zu arbeiten – durch Yoga, Meditation, Atemübungen oder Visualisierung – kann ein erster wichtiger Schritt zu Bewusstheit und tiefem Wohlbefinden sein.









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