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Grounding: Zurück nach Hause im Körper

  • Chiara
  • 5. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Dez. 2025



Wir leben oft „oben“: in unserem Kopf, in unseren Gedanken, in unseren Plänen, in unseren Sorgen. Grounding ist die sanfte Kunst, wieder nach unten zu kommen, in unseren Körper, in die Erde, in den gegenwärtigen Moment. Eine Einladung, uns daran zu erinnern, dass wir einen Ort haben, an den wir zurückkehren können, wenn sich die Welt zu schnell dreht.



Was ist Grounding?

Grounding ist eine Praxis der physischen und emotionalen Erdung. Es handelt sich dabei weder um ein komplexes Ritual noch um etwas Mystisches: Es ist eine Methode, unsere Energie nach unten zu lenken, unsere Füße, unseren Atem und unsere Stabilität wieder zu spüren.


Das bedeutet:


  • für die Empfindungen präsent zu sein,

  • den Geist durch den Körper zu beruhigen,

  • ein Gefühl der inneren Sicherheit zu schaffen,

  • sich von der Erde getragen zu fühlen.


Es ist eine Praxis, die zum Yoga, zur Achtsamkeit, zur somatischen Psychologie und in gewisser Weise auch zur Weisheit des tibetischen Buddhismus gehört: der Körper als erstes Zuhause, als Grundlage des Bewusstseins.



Warum brauchen wir Erdung?

Weil das moderne Leben uns in tausend Richtungen zieht. Der Geist rast, der Atem wird flacher, das Vertrauen schwankt.


Wenn wir nicht geerdet sind, können wir uns fühlen:


  • verstreut

  • verwirrt

  • unruhig

  • „außerhalb unseres Körpers”


vom gegenwärtigen Moment abgekoppelt

Grounding verlangsamt, stabilisiert und bringt uns zurück zu uns selbst.


Erdung und Nervensystem

Sich zu erden hilft, das Nervensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Füße, die sich gegen den Boden drücken, das Gefühl des Bodens, das Gewicht des Körpers: Das sind Signale, die dem Geist sagen: „Du bist sicher, du kannst dich entspannen“.


Deshalb ist Grounding so nützlich in Momenten von:


  • Angst

  • Stress

  • mentaler Überlastung

  • Hyperaktivität

  • emotionaler Starrheit


Äußere Stabilität schafft inneren Raum.



Kleine Grounding-Übungen, die Sie jeden Tag anwenden können


🌱 1. Spüre deine Füße

Stehe oder sitze und richte deine Aufmerksamkeit auf deine Fußsohlen. Spüre deine Fersen, Fußgewölbe und Zehen. Stelle dir Wurzeln vor, die in den Boden hineinwachsen.


🌿 2. Hände auf den Boden

Im Yoga ist das Berühren des Bodens ein Symbol für Präsenz. Lege deine Hände auf den Boden und atme langsam ein. Lass dich von der Erde „aufnehmen”.


🍂 3. Tiefe Atmung

Legen Sie eine Hand auf den Bauch und eine auf die Brust. Atmen Sie durch die Nase ein und lassen Sie den Atem nach unten sinken. Atmen Sie aus, als wollten Sie das Becken lockern..


🌳 4. Achtsames Gehen

Gehen Sie langsam und spüren Sie das Gewicht bei jedem Schritt. Lauschen Sie den Geräuschen, der Temperatur der Luft, dem Kontakt Ihrer Füße.


🧘‍♀️ 5. Wurzelnde Haltung: Tadasana

Stehen Sie aufrecht, Beine aktiv, Füße drücken sich vom Boden ab, Wirbelsäule lang. Atmen Sie und stellen Sie sich dabei vor, wie Energie aus der Erde entlang Ihrer Beine nach oben steigt.


Grounding bedeutet nicht, „schwer zu werden“, sondern stabil zu werden


Sich zu verwurzeln bedeutet nicht, sich zu blockieren oder unbeweglich zu werden. Es bedeutet, stabil zu werden. Wie ein Baum: Die Wurzeln wachsen nach unten, damit sich die Äste frei bewegen können.


Grounding ist eine Form der Präsenz, ein Versprechen der Freundlichkeit gegenüber sich selbst. Jedes Mal, wenn du in deinen Körper zurückkehrst, kehrst du nach Hause zurück. Und von diesem Zuhause aus kannst du dich wieder der Welt öffnen.


 
 
 

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Eine Auswahl an Büchern, die dich auf deinem Weg zu Wohlbefinden, Achtsamkeit und innerem Wachstum inspirieren sollen. Viel Spaß beim Lesen! 📚✨

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